Ab Montag: Österreich schafft 3G-Regel bei der Einreise ab

Ab Montag, den 16. Mai 2022, benötigt man für die Einreise nach Österreich keinen 3G-Nachweis mehr. Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) hat die umstrittene Regelung aufgehoben. Unabhängig davon aus welchem Staat man gerade kommt, gibt es keine coronabedingten Einschränkungen mehr.

Die Novelle der Einreiseverordnung sieht zwar weiterhin vor, dass aus so genannten Virusvariantengebieten kommend spezielle Regeln gelten, jedoch ist derzeit kein einziger Staat so eingestuft. Diese „Hintertür“ lässt man aber bewusst offen, um im Falle des Falles kurzfristig wieder Beschränkungen einführen zu können.

Bislang galt für die Einreise nach Österreich der so genannte 3G-Nachweis, der mittels Testbefund, Impfnachweis oder Genesungsbescheinigung erbracht werden konnte. Der so genannte „grüne Pass“ wird ab Montag nicht mehr benötigt. Die österreichische Regierung hat im europäischen Vergleich die Bestimmungen recht spät gelockert.

„Es freut mich, dass unsere wochenlange Forderung nach Aufhebung der 3-G-Regel bei Einreise nach Österreich endlich gehört und umgesetzt wird. Damit konnte – spät aber doch – ein massiver Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen europäischen Destinationen beseitigt werden“, so Gregor Kadanka, Obmann des Fachverbandes der Reisebüros in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). „Rigorose Einschränkungen bringen nichts, das hat uns die Erfahrung gelehrt. Vielmehr müssen wir lernen, mit der Pandemie zu leben. Was der Tourismus jetzt braucht, ist freie Fahrt zurück auf die Erfolgsspur und sicher keine Bremsklötze. Das ist entscheidend für uns alle, denn der Tourismus sichert Arbeitsplätze und Wohlstand und leistet – mit einer Wertschöpfung von 29,7 Mrd. Euro vor Corona – einen wesentliche Beitrag für den gesamten Wirtschaftsstandort.“

Zuvor hatte die Tourismusbranche gemeinsam mit ihrer Standesvertretung wochenlang an Gesundheitsminister Johannes Rauch appelliert, dass dieser die 3G-Regel bei der Einreise aufheben soll. Argumentiert wurde, dass diese im Inland defacto nicht mehr existent ist. Momentan üben der Handelsverband, Supermarkt-Ketten, die Standesvertretung der Banken und viele andere Interessensvertretungen Druck aus, dass auch die FFP2-Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln, Banken, Postämtern, Supermärkten und anderen Orten, an denen diese noch verordnet wird, aufgehoben werden soll. Die meisten EU-Staaten haben dies bereits getan, wobei Österreich als weltweit einziges Land auf FFP2 pocht. Bemerkenswert ist, dass selbst unter den Experten, denen Regierungsnähe nachgesagt wird, nur noch einzelne den Maskenkurs des Gesundheitsministers verteidigen und die Aufrechterhaltung fordern. Johannes Rauch pocht derzeit darauf, dass sich bis mindestens 8. Juli 2022 nichts ändern wird, jedoch ist es fraglich, ob er innerhalb der Bundesregierung dies durchsetzen kann. Hinsichtlich Verkehrsflugzeuge muss sich der Minister durchaus die Frage gefallen lassen warum man die Empfehlungen der EU (noch) ignoriert bzw. was man in Österreich besser weiß als in fast allen anderen EU-Staaten.

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