Monitor Test 2022: Testsieger und Bestseller für Home-Office, Grafik und Games

Bildschirmdiagonale, Auflösung, Panel, Anschlüsse – GIGA zeigt dir, auf was du beim Monitor-Kauf achten solltest und nennt Testsieger und Bestseller-Bildschirme, die besonders empfehlenswert sind.

Schon gewusst? Die ersten Computer(vorgänger) mussten noch ohne Monitor auskommen – stattdessen wurden Hollerith-Lochkarten und Glühbirnen genutzt. Später kamen dann Monochrom-Monitore zum Einsatz, die nur eine einzige Farbe darstellen konnten. Den letzten gewaltigen Sprung machte die Bildschirmtechnik, als die damals verbreiteten Röhrenmonitore durch flache Bildschirme mit LCD abgelöst wurden. Heute blicken wir auf hochauflösende Screens mit großer Bildschirmfläche: Mittlerweile sind Bildschirmdiagonalen von 24 Zoll (60,96 cm) und mehr üblich.

PC-Monitore 2022: Alle Testsieger und Bestseller im Überblick

Kompakter Amazon-Bestseller
Home-Office-Tipp mit integrierter Webcam
Gaming-Monitor-Tipp
34-Zoll-Curved-Empfehlung
Testsieger bei Stiftung Warentest (24 Zoll)
Testsieger bei Stiftung Warentest (27 Zoll)

Modell
Lenovo L22e-30
Viewsonic VG2440V
LG 27GL850-B
MSI Optix MPG341CQR
Samsung F24T452FQU
BenQ PD2705Q

Preis (ca.)
140 Euro
260 Euro
450 Euro
670 Euro
250 Euro
400 Euro

Vorteil
Günstig
Integrierte Webcam
Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis
Gute Bildqualität
 Gute Bildqualität
Anschlussvielfalt

Nachteil
Nicht höhenverstellbar
Nur 24 Zoll Diagonale
Betrieb im schnellsten Modus führt zu Ghosting
Erfordert einen starken Gaming-PC
Im Handel schwer zu finden
Schwächen bei der Bildhomogenität

Angebot
Amazon
NBB
Otto
MediaMarkt
MediaMarkt
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Preisvergleich
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Kompakter Amazon-Bestseller: Lenovo L22e-30

Technische Daten: Lenovo L22e-30

Bildschirmdiagonale: 21,5 Zoll
Native Auflösung: 1.920 × 1.080 Pixel
Seitenverhältnis: 16:9
Panel: VA

Vorteile:

Niedriger Anschaffungspreis
Bedienfeld mit echten Tasten an der Vorderseite

Nachteile:

Nur HDMI 1.4 und VGA-Anschluss
Nicht höhenverstellbar

Nicht höhenverstellbar, keine Lautsprecher und eine recht kleine Bildschirmdiagonale von ca. 54,6 cm – der Lenovo L22e-30 ist alles andere als High-End. Aber: Manchmal braucht man eben genau das, einen einfachen und preiswerten Monitor. Für erschwingliche 130 Euro bietet das Modell eine für Home-Office-Tätigkeiten ausreichende Bildqualität, einen recht schlanken Gehäuserahmen (oben und seitlich) und ein praktisches Bedienfeld auf der Vorderseite – mehr als genug Argumente für einen Einsatz als Zweitmonitor oder als kompakte Erweiterung der Arbeitsfläche für einen Laptop.

Bei Amazon ist der Lenovo L22e-30 zurecht einer der beliebtesten Monitore in seiner Preisklasse (siehe Amazon-Bestseller-Liste), die durchschnittliche Amazon-Kundenbewertung beträgt aktuell 4,6 von 5 Sternen. „Ein qualitativ gutes Gerät zum günstigen Preis“, fasst eine Kundin ihre Erfahrungen zusammen.

Home-Office-Tipp mit integrierter Webcam: Viewsonic VG2440V

Technische Daten: Viewsonic VG2440V

Bildschirmdiagonale: 24 Zoll
Native Auflösung: 1.920 × 1.080 Pixel
Seitenverhältnis: 16:9
Panel: IPS

Vorteile:

Integrierte Webcam (neigbar) + Mikro + Lautsprecher
Ergonomisch

Nachteile:

24 Zoll Bildschirmdiagonale ist heutzutage schon „klein“

Der Viewsonic VG2440V wird vom Hersteller selbst als „Videokonferenz-Monitor“ bezeichnet. Ausschlaggebend ist die besondere Ausstattung: Eine Full-HD-Webcam, ein Mikrofon und zwei Lautsprecher sind im Bildschirm integriert – sehr praktisch im Home-Office und virtuellen Meetings in Zoom, Slack, Teams und Google Meet. Statt mehreren Zubehörgeräten inklusive Kabelsalat, hat man so alles in einem kompakten Format (Diagonale: 24 Zoll) vor sich stehen. Die Kamera lässt sich per Schiebeabdeckung verdecken – ein kleines Detail, das wir als Pluspunkt zählen.

Drehbar, neigbar, schwenkbar und in der Höhe verstellbar – der Viewsonic VG2440V ist aus ergonomischer Sicht vorbildlich ausgestattet. Ein Blaulichtfilter soll die Augen bei der Büroarbeit schonen. Die restlichen technischen Daten sind solide, aber unspektakulär: Die Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) ist in der Größenklasse Standard, die Reaktionszeit von 5 ms reicht für Gelegenheitsspieler aus. Altbacken, aber für einige Nutzer durchaus vorteilhaft: Die Bedienung erfolgt über physikalische Buttons und nicht per Touch-Leiste.

Wenn ihr lieber eine separate Webcam haben wollt, dann schaut vorher in unsere ausführliche Kaufberatung:

Gaming-Monitor-Tipp: LG UltraGear 27GL850-B

Technische Daten: LG 27GL850-B

Bildschirmdiagonale: 27 Zoll
Native Auflösung: 2.560 × 1.440 Pixel
Seitenverhältnis: 16:9
Panel: IPS

Vorteile

Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis
Adaptive-Sync-Unterstützung (bis zu 144 Hz)
Niedrige Reaktionszeit
Integrierter USB-Hub

Nachteile

Betrieb im schnellsten Modus führt zu Ghosting
Schwacher HDR-Effekt trotz HDR10-Zertifizierung

Für GIGA-Redakteur Daniel ist der Gaming-Monitor LG 27GL850-B ein „wahrer Alleskönner“. Einige der wichtigsten Features sind vorhanden: Eine maximale Bildwiederholfrequenz von 144 Hz, „AMD Freesync“-Unterstützung (muss auch von der Grafikkarte unterstützt werden;  Reaktionszeit 1 ms, Overdrive aktiviert). Fazit: Eine gute Grundausstattung für einen QHD-Gaming-Monitor, der weniger als 500 Euro kostet (Straßenpreis).

Die Produktgattung „Gaming-Monitore“ ist umfangreich. Weitere Bildschirmmodelle für Spieler stellen wir euch in unserer ausführlichen Kaufberatung vor:

34-Zoll-Curved-Empfehlung: MSI Optix MPG341CQR

Technische Daten: MSI Optix MPG341CQR

Bildschirmdiagonale: 34 Zoll
Native Auflösung: 3.440 × 1.440 Pixel
Seitenverhältnis: 21:9
Panel: VA (Curved/1800R)

Vorteile:

Blickwinkelstabil, ordentliche subjektive Bildqualität
Verhältnismäßig schlankes Gehäuse-Design – wobei die Herstellerbeschreibung „Rahmenloses Design“ nicht zutreffend ist

Nachteile:

Geisterbilder bei eher dunkleren Szenen in schnellen Spielen
Erfordert einen starken Gaming-PC, um das Potential auszunutzen

Egal ob bei DisplayNinja, Techradar oder Gameswelt: Der MSI Optix MPG341CQR schneidet in Tests ausgesprochen gut ab. Der hohe Preis schreckt Otto Normalverbraucher ab, es handelt sich ganz klar um einen UWQHD-Multimedia-Monitor für gehobene Ansprüche. Die RGB-Beleuchtung („MSI Mystic Light“) an der Front spricht die Spielerszene an, die sich damit Game-Benachrichtigungen anzeigen lassen kann. „Seine 34-Zoll-Größe in Verbindung mit dem 21:9-Seitenverhältnis und der 1.440p-Auflösung sorgen für ein ziemlich fantastisches Spielerlebnis,“ schreibt Whitson Gordon bei IGN.

Anders als viele günstigere Gaming-Monitore lässt sich der stabil gebaute MSI Optix MPG341CQR auch in der Höhe verstellen. Die Bildqualität des 144-Hz-Ultrawide-Monitors ist insgesamt sehr gut – nur in Details gibt’s Kritik, etwa bei der Helligkeitsverteilung oder besonders rasanten Spielszenen. In einem sind sich alle Tester einig: Der Preis ist in Anbetracht der Leistung, der Ergonomie und den Einstellmöglichkeiten absolut gerechtfertigt. Wer sich den Traummonitor holt, sollte aber auch einen entsprechend starken Gaming-PC besitzen, dessen GPU die hohe Auflösung flüssig berechnen kann. Hinweis: Offiziell unterstützt wird nur AMD FreeSync, aber G-Sync funktioniere trotzdem so Gordon.

Die besten Grafikkarten in unserer Kaufberatung:

Testsieger bei Stiftung Warentest (24 Zoll): Samsung F24T452FQU

Technische Daten: Samsung F24T452FQU

Bildschirmdiagonale: 24 Zoll
Native Auflösung: 1.920 × 1.080 Pixel
Seitenverhältnis: 16:9
Panel: IPS

Vorteile:

Gute Bildqualität
Geringer Stromverbrauch (16 Watt im Betrieb laut Stiftung Warentest)

Nachteile:

Aktuell im Handel schwer zu finden

In der Größenklasse 24 Zoll belegte der Samsung F24T452FQU im Vergleich der Stiftung Warentest (Ausgabe 09/2021) den ersten Platz von 7 Kandidaten – und setzte sich damit vor namhafte Konkurrenten wie Dell, HP und BenQ. Die Gesamtnote beträgt 1,9 („gut“). Gelobt werden insbesondere die gute Bildqualität (Teilnote 1,9) und der niedrige Stromverbrauch (Teilnote 1,5).

Der Monitor ist höhenverstellbar und verfügt über 2 × HDMI- sowie 1 × Displayport-Anschluss; Lautsprecher sind keine verbaut. Etwas ungewöhnlich, aber praktisch: Auf der Rückseite befindet sich eine „Multidirektionale Jog-Taste“ (eine Art Joystick) zur Steuerung der Einstellungen. Wie bei Stiftung-Warentest-Siegern oft der Fall, ist der Samsung F24T452FQU bei vielen Händlern ausverkauft (Stand: 14.01.2022).

Testsieger bei Stiftung Warentest (27 Zoll): BenQ PD2705Q

Technische Daten: BenQ PD2705Q

Bildschirmdiagonale: 27 Zoll
Native Auflösung: 2.560 × 1.440 Pixel
Seitenverhältnis: 16:9
Panel: IPS

Vorteile:

Gute Bildqualität
Viele Anschlüsse (HDMI, Displayport, USB-C)
Integrierter Helligkeitssensor

Nachteile:

Helligkeitsverteilung nicht optimal

In der Größenklasse 27 Zoll erreichte der BenQ PD2705Q im Vergleich der Stiftung Warentest (Ausgabe 09/2021) Platz 1 von 7. Der Testsieger setzt sich mit der Gesamtnote 1,9 („gut“) an die Spitze. Pluspunkte gab es für die Bildqualität (Teilnote 1,9) und die Vielseitigkeit (Teilnote 1,0), womit unter anderem die Anzahl der Anschlüsse bewertet wird (siehe auch Benutzerhandbuch als PDF).

Der Hersteller selbst bezeichnet den PD2705Q als „Monitor für Grafiker, Architekten und 3D-Artists mit WQHD-Auflösung“ – das klingt ganz schön speziell. Davon sollte man sich aber auch als „Normalo“ nicht abschrecken lassen, denn der BenQ hat sich nicht nur bei der Stiftung Warentest, sondern auch bei den Display-Experten von Prad „schlichtweg als der perfekte Allrounder entpuppt“ (Note „sehr gut“). Lediglich bei der Bildhomogenität lassen sich leichte Schwächen feststellen – am Ende bleibt aber ein fabelhafter Monitor, nicht nur für Grafik-Profis.

Monitor-Kauf: Das sollte man wissen

Die Spezialisierung der Modelle auf einen bestimmten Einsatzzweck ist längst selbstverständlich. Bei Gaming-Monitoren für ambitionierte Spieler zählt eine hohe Bildwiederholrate, während bei einem Office-Monitor maximale Ergonomie wichtiger ist. Der Durchschnittspreis für PC-Monitore liegt in Deutschland bei rund 226 Euro (2020) – dafür bekommt man durchaus ein gutes Allround-Modell. Wer höhere Ansprüche hat, kann aber auch die zigfache Summe ausgeben, etwa für ein kalibriertes Profimodell zur Bildbearbeitung oder einen Riesenbildschirm mit 8K-Auflösung. Für die temporäre Nutzung teurer Modelle bietet sich auch eine zeitweise Monitor-Miete an, etwa bei Grover.

Monitor-Eigenschaften: Auflösung, HDR, Reaktionszeit, HDCP und mehr

Monitor-Datenblätter sind wichtig, aber für Techniklaien kaum zu verstehen. Mit etwas Grundlagenwissen lassen sich aber die vielen Abkürzungen besser deuten und einordnen. Hier sind einige der wichtigsten Begriffe im Überblick:

Auflösung: Gesamtzahl der Bildpunkte (Pixel), die der Monitor besitzt. Angegeben wird diese als Breite × Höhe, beispielsweise 1.920 × 1.080 Pixel (auch: „Full HD“, „FHD“, „1.080p“) oder 3.840 x 2.160 Pixel (auch: „UHD“, „4K“). Nicht verwechselt werden sollte die Auflösung mit der Pixeldichte, welche in Pixel pro Zoll (ppi) angegeben wird und beschreibt, wie eng die Bildpunkte des Monitors aneinander gepackt liegen. Bei beiden Werten gilt: Je höher, desto besser – allerdings steigen gleichzeitig auch die Anforderungen an die Hardware (Grafikkarte), insbesondere bei Spielen. Für Microsoft Office oder vergleichbares genügt Full HD bei einer Bildschirmdiagonale von 24 oder 27 Zoll.

Energielabels: Vor allem große Monitore verbrauchen viel Strom, sodass man diesen Punkt beim Kauf beachten sollte. Die Leistungsaufnahme (in Watt) wird im jeweiligen Produktdatenblatt des Herstellers angegeben. Eine schnelle Übersicht sollen die Energielabels bieten – hier gelten allerdings seit 1. März 2021 neue Regeln. Die dortige Angabe ist in „kWh/1000h“ und mit einem Buchstaben (Klasse) formuliert.

G-Sync und FreeSync:  Technologien, die das Signal der Grafikkarte mit der Bildwiederholrate des Monitors synchronisieren und für ruckelfreie und flüssige Darstellung bei Spielen sorgen sollen. Erfordert bei neueren Spielen eine leistungsfähige Grafikkarte. Büro-Monitore können meist nur 60 Bilder pro Sekunde (60 Hertz) darstellen, Gaming-Monitore zeigen deutlich mehr Frames-per-second (FPS).

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HDCP: Bei „High-bandwidth Digital Content Protection“ handelt es sich um ein Verschlüsselungssystem („Kopierschutz“), das bei Filmen und Serien zum Einsatz kommt und eine Aufzeichnung verhindern soll. Die meisten Monitore unterstützen HDCP 1.4, was für HD-Inhalte ausreicht. Wer verschlüsselte 4K-Inhalte (UHD) auf einem 4K-Monitor wiedergeben möchte, muss auf die Unterstützung von HDCP 2.2 achten (Beispiel: Amazon Fire TV Stick 4K oder Apple TV 4K an einem 4K-Monitor).

HDR: „High Dynamic Range“ bedeutet hoher Dynamikumfang, was zu einer lebensechteren Darstellungen von Licht und Schatten führt. HDR-Technologien wie HDR10 sind vor allem bei Spielen und Filmen interessant, da der subjektive Bildeindruck dadurch besser werden kann. Der Chiphersteller AMD hat zur Kennzeichnung die Güteklasse „FreeSync Premium Pro“ eingeführt, in der die HDR-Fähigkeit von Monitoren Bestandteil ist. Auch das „DisplayHDR“-Logo von VESA oder „G-Sync Ultimate“ von Nvidia sind nützliche Hinweise. Benötigt wird eine aktuelle Grafikkarte, die HDR unterstützt (z. B. AMD Radeon RX 560).

Panel: Beschreibt den Bildschirmtyp, also welche Technik hier zu Bilderzeugung verbaut wurde. Budget- und Gaming-Monitore setzen häufig auf TN-Panels (Twisted-Nematic-Panel), die günstig in der Herstellung sind und schnelle Reaktionszeiten aufweisen. PVA- und MVA-Panels (Patterned-Vertical-Alignment/Multi-Domain-Vertical-Alignment) haben bessere Kontrastwerte und eine höhere Blickwinkelstabilität als TN-Panels, weisen aber höhere Reaktionszeiten auf und sind meist etwas teurer. IPS-Panels (In-Plane-Switching-Panel) stellen Farben präzise dar und sind blickwinkelstabil  – auch sie sind etwas teurer und für gewöhnlich nicht so reaktionsschnell wie TN-Panels. Vereinfacht gesagt kann man für Spiele und Bürotätigkeiten zu einem Monitor mit TN-Panel greifen. Wer Grafikaufgaben erledigen möchte und hohen Wert auf die Farbdarstellung legt, wird eher mit PVA, MVA oder IPS glücklich. Je nach Monitor-Modell kann es aber auch Ausnahmen geben, so kann auch mal ein TN-Panel überraschend blickwinkelstabil sein.

Pivot: Schwenkfunktion, bei der der Monitor in den Portraitmodus gedreht werden kann. Nützlich unter anderem bei Tabellenkalkulation oder Layout-Aufgaben (etwa Darstellung von Dokumenten im Hochformat).

Reaktionszeit: Schaltzeit in Millisekunden, die ein Pixel braucht, um seinen Zustand zu ändern. Je niedriger, desto besser für Bewegtbild im Allgemeinen und schnelle Spielszenen im Speziellen. Gaming-Monitore haben Reaktionszeiten von 5 ms oder weniger, Büro-Monitoren sind hingegen langsamer und können zu Schlierenbildung in rasanten Games neigen.

Monitor anschließen: HDMI, DisplayPort oder DVI?

GIGA-Redakteur Robert zeigt die Unterschiede zwischen den am häufigsten anzutreffenden Anschlussarten:

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Oder doch USB-C?

Immer häufiger anzutreffen sind Monitore mit USB-C-Anschluss. Das USB-C-Kabel zwischen PC und Monitor erfüllt im Idealfall gleich drei Funktionen: Bild- und Tonübertragung, Datenübertragung und Stromversorgung. Das räumt den Schreibtisch auf, da alles mit nur einem Kabel stattfindet. Und: Der Monitor wird zum zentralen Hub, an den dann weitere Peripheriegeräte für den Computer angeschlossen werden können. Hier am Beispiel des Eizo EV2795:

In der Apple-Welt setzt man darüberhinaus auf Thunderbolt 3, das direkt kompatibel mit USB C (USB 3.1) ist. Ist USB-C oder Thunderbolt 3 vorhanden, ist auch sogenanntes Daisy-Chaining möglich: Mehrere Monitore werden per USB-C-Kabel miteinander verkettet (Reihenschaltung mehrerer Monitore).

Wie bitte, Röhrenmonitor? Ja, denn Hardcore-Gamer schwören auf die Bildqualität

Die Ära der Röhrenmonitore ist längst vorbei. Trotzdem sollte man nicht denken, die dicken Kästen wären in jeder Hinsicht überholt. So haben die Hardware-Fans von Digital Foundry eine Lobeshymne auf den  Sony FW 900 (16:10 Flat CRT) gedreht, die sich Hardcore-Gamer unbedingt ansehen sollten. Fazit: Überraschend gute Bildqualität bei First-Person-Shootern, die sich in Sachen Schärfe nicht vor modernen 4K-LCDs verstecken muss.

Tragbarer Mini-Monitor: Der mobile Begleiter fürs Laptop

Wer auf kleinstem Raum lebt oder viel unterwegs ist, sollte sich die Gattung der tragbaren Mini-Monitore anschauen (z. B. Viewsonic VG1655 mit 16 Zoll). Sie sind als Begleiter für Laptops gedacht und werden beispielsweise per USB-Typ-C-Kabel für die Stromversorgung und die Datenübertragung angeschlossen. Manche Modelle bieten auch einen HDMI-Eingang, sodass man etwa eine Nintendo Switch verbinden kann.

Fernseher als Monitor nutzen: Geht das?

Ja, das geht. TV-Geräte und PC-Monitore sind technisch grundlegend nah verwandt und setzen meist auf LCD sowie einen HDMI-Anschluss. Dem PC-Monitor fehlt für gewöhnlich der TV-Tuner und er ist für einen kürzeren Betrachtungsabstand ausgelegt. Zudem lassen sich Monitore oft besser auf die Nutzungsituation am Schreibtisch anpassen (Ergonomie). Fernseher sind bei sehr großen Bildschirmdiagonalen allerdings verlockend preiswert (z. B. Samsung 55-Zoll GU55AU7199UXZG LED TV), was so manchen PC-Nutzer dazu bewegt, sich keinen Monitor anzuschaffen, sondern einfach einen Fernseher zu nutzen.

Für Multimedia-Zwecke (Filme, Casual-Spiele) kann das eine durchaus Option sein, für anspruchsvolles Gaming (hohe Bildwiederholraten) sollte man lieber einen geeigneten PC-Monitor oder wenigstens einen Gaming-Fernseher verwenden. Für stundenlange Bürotätigkeiten (MS Office) bleibt aber ein ergonomischer Office-Monitor die erste Wahl.

Die besten Monitore 2022: So habe ich die Empfehlungen ausgewählt

Ich habe in diese Zusammenfassung eigene Erfahrungen und Recherche in Fachzeitschriften einfließen lassen. Vorgestellt werden Monitore, die besonderes Lob von Presse und Kunden erhalten haben und sich daher für einen Kauf empfehlen. Das von der Stiftung Warentest angewendete Testverfahren für Monitore wird zudem auf der entsprechenden Webseite erläutert. Verwendete Quellen: Stiftung Warentest (Ausgabe 09/2021), Prad.de (12/2020), DisplayNinja, Techradar, Gameswelt, IGN.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf www.giga.de