Ruhe bewahren: Anti-Stress-Tipps für Ärzte und Heilberufler

Helfen macht glücklich, heißt es. Doch wie steht es damit, wenn die Helfenden an ihre Belastungsgrenze kommen und darüber hinaus gehen? So ergeht es vielen, die im Heilwesen tätig sind – auch und gerade Ärzten. Ob im Klinikalltag oder als niedergelassener Arzt, überall sind Stress und Hektik an der Tagesordnung: zu viele Patienten, zu viel Bürokratie und immer zu wenig Zeit.

[mehr_zum_thema title=”Mehr zum Thema”]

Laut dem Deutschen Ärzteblatt treten Burnout, Depressionen, Angststörungen und Suizidalität bei Ärzten, sogar bei jenen in der Ausbildung, in Deutschland häufiger auf als in der Allgemeinbevölkerung. Das war bereits vor der Corona-Pandemie der Fall. Die aktuelle Krise mit der hohen Zahl an Covid-19-Erkrankten hat die Situation noch einmal deutlich verschlimmert.

Bei dieser Belastung kann im Alltag schnell vergessen werden, auf die eigenen Bedürfnisse zu achten. Daher gilt für alle Betroffenen, sich dieser Überforderung bewusst zu werden, die Ursachen zu erkennen und schließlich Strategien zu entwickeln, die in besonders stressigen Momenten helfen. Auch auf ausreichend Schlaf, regelmäßiges gesundes Essen und Trinken müssen Mediziner und Pflegekräfte achten.

Grenzen ziehen und Abstand gewinnen

Insbesondere Perfektionismus und der hohe Anspruch an sich selbst, es allen recht machen zu wollen, können den Druck von außen noch deutlich verstärken. Dabei liegt nicht alles, wie beispielsweise die Organisation eines Klinikalltags, im eigenen Einflussbereich. Was man selbst verändern kann, darauf gilt es, sich zu konzentrieren. Etwa Grenzen zu ziehen oder den eigenen Perfektionismus herunterzuschrauben. Diese Maßnahmen können helfen, den Stressoren wirksam zu begegnen.

Während der Arbeit sollten außerdem möglichst kleine Pausen eingebaut werden, um durchzuatmen. Mittags sollte das Essen in Ruhe gegessen werden. Nach Feierabend ist auch wirklich Feierabend. Gedanklich und emotional sollte man sich hier vom Job distanzieren, empfehlen Experten. Auf andere Gedanken zu kommen, ist wichtig. Am besten mit einem Hobby, bei dem sich neue Kräfte tanken lassen.

Für Entspannung sorgen

Yoga, Qi Gong, progressive Muskelentspannung oder Meditation – solche und andere Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen helfen ebenfalls, wieder zur Ruhe zu kommen. Zudem können dadurch Schmerzen und Ängste gelindert werden. Depressionen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann damit vorgebeugt werden.

Eine recht einfache Einstiegsübung dabei ist, mindestens eine Minute lang auf den eigenen Atem zu achten. In Stresssituationen neigen wir dazu, flach zu atmen. Insbesondere die Ausatmung kommt dabei oft zu kurz. Daher der Rat: bewusst atmen und eventuell einen Moment länger ausatmen.

Acht konkrete Tipps gegen Stress

Für das Online-Portal Ärzte-Glück hat die Psychologin, Hypnose-Therapeutin und Ärzte-Trainierin Angela Yael Blumberger acht Tipps zusammengestellt, mit denen Ärzte ihr Stressniveau reduzieren können. Dazu gehört unter anderem, sich gezielt auf eine neue Arbeitswoche einzustellen, Pausen zu machen oder auch, sich von schädigenden Glaubenssätzen zu lösen, die sich sonst im Körper manifestieren können. Mehr dazu finden Sie hier.

Schutz durch eine gute Absicherung

Damit sich Menschen im Heilwesen rundum gut abgesichert fühlen und keine Existenzängste – beispielsweise im Fall einer Erkrankung – als weitere Stressfaktoren hinzukommen, ist eine gute Absicherung entscheidend. Das reicht zum Beispiel bei Ärzten von einer privaten Krankenversicherung, die auch seelische Behandlungen einschließt, über eine Berufshaftpflicht- und Berufsunfähigkeitsversicherung bis hin zu einer privaten Unfallversicherung….

Dieser Beitrag erschien zuerst auf www.deshalb-versichern.de