Streamer vor Gericht: Mutter erwirkt einstweilige Verfügung gegen MontanaBlack

Ein Reallife-Stream bringt MontanaBlack in Bedrängnis. Der Twitch-Star sieht sich mit einer Klage konfrontiert, weil eine Mutter und ihr Kind ohne Zustimmung in seinem Livestream zu sehen waren.

Reallife-Stream von Monte sorgt für einstweilige Verfügung

MontanaBlack ist einer der erfolgreichsten Twitch-Streamer Deutschlands. In seinen Livestreams filmt er sich normalerweise beim Zocken von Games wie FIFA, Call of Duty oder Minecraft. Ende Oktober verschlug es den Streamer jedoch im Rahmen eines Spezialevents in den Wildpark Schwarze Berge. Seinen kleinen Ausflug streamte er live auf Twitch. Doch natürlich war Monte an diesem Tag nicht alleine im Wildpark unterwegs. Etliche Besucher waren ebenfalls dort und wurden somit ungefragt Teil des Livestreams. 

Auch eine Mutter und ihr Kind waren etwa 30 Sekunden lang im Bild zu sehen – auch sie wurden zuvor nicht gefragt, ob es okay ist, dass sie gefilmt werden und diese Aufnahmen veröffentlicht werden. Dieses Versäumnis kommt nun MontanaBlack und die im Impressum seines Kanals angegebene Reason GmbH & Co. KG teuer zu stehen. Denn die Mutter ging gerichtlich dagegen vor und versuchte, eine einstweilige Verfügung zu erreichen – mit Erfolg.

Zu einer Verhandlung kam es nicht. Der Beschluss wurde ohne die Anhörung der Gegenseite erlassen.

Das Landgericht gab dem Antrag statt, die einstweilige Verfügung wurde erlassen. Wie es dazu kam, erklärt Rechtsanwalt Christian Solmecke in seinem Video:

Was hat der Beschluss für Folgen für MontanaBlack?

Kurzum: Der Streamer muss die entsprechende Aufzeichnung offline nehmen oder sie gegen eine Version austauschen, in der die Gesichter der Antragstellerin und ihres Kindes unkenntlich gemacht sind.

Sollte der Influencer oder besser gesagt die Reason GmbH & Co. KG dieser Forderung wiederholt nicht nachkommen, kann es teuer werden. Laut dem Beschluss können Ordnungsgelder von bis zu 250.000 Euro fällig werden und sogar von einer Ordnungshaft von insgesamt bis zu zwei Jahren ist die Rede.

Als Streitwert ist im Beschluss jedoch ein Betrag von 15.000 Euro angegeben. Christian Solmecke erklärt:

„Das bedeutet, wenn man jetzt mal die eigenen Anwaltskosten von Monte außer Acht lässt, hat er selber so Kosten von rund 2.000 Euro am Hals. Also Monte dürfte diese einstweilige Verfügung nicht gerade arm machen.“

Da dürfte der Rechtsanwalt Recht haben. In monetärer Hinsicht dürfte dieser Vorfall MontanaBlack wohl kaum stören. Schließlich hat er ein paar Hunderttausend auf dem Konto (Quelle: spieletipps). Ärgerlich ist die Sache für den Streamer bestimmt dennoch. Ob Monte in Zukunft deswegen bei IRL-Streams jedoch besondere Vorsicht walten lässt und umsichtiger agiert, bleibt abzuwarten.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf www.giga.de

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